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Mein freiwilliges soziales Jahr in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung

Warum wolltest du einen Freiwilligendienst machen?

Nach der Schule war es für mich keine Option, direkt mit einem Studium zu beginnen. Aus diesem Grund habe ich mich dafür entschieden, mich für ein FSJ zu bewerben und erste Berufserfahrungen zu sammeln.

Was denkst du, bringt einem ein Freiwilligendienst?

Zu allererst bringt ein Freiwilligendienst sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit sich, die ich zurückblickend betrachtet nicht mehr missen möchte. Das, was man erlebt, kann einem keiner mehr nehmen und man hat etwas für das Leben. Das FSJ hat mich mit verschiedensten Menschen zusammengebracht, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Zusätzlich kann einem ein Freiwilligendienst Vorteile bei der Vergabe von Studienplätzen verschaffen, sodass man aus der Pause zwischen Schule und Studium oder Ausbildung definitiv keinen Nachteil ziehen kann. Meine Seminargruppe durfte während der Seminare die Juleica absolvieren, sodass ich damit eine Zusatzqualifikation erhalten habe.

Was hast du in deinem Freiwilligendienst gelernt?

Natürlich lernt man viel über den Bereich, in dem man sich einsetzt. In erster Linie lernt man Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Ich durfte viele verschiedene Dinge kennenlernen. In der Einrichtung, in der ich tätig war, durfte ich die Gebärdensprache lernen. Ich habe auch gelernt, Zeit zu managen und acht Bewohner_innen im Blick zu behalten sowie ihre Angelegenheiten zu organisieren. Das alles hat in einem wunderbaren Team von Kolleg_innen stattgefunden, die Teamwork verstehen und mir ein wundervolles Jahr bereitet haben. Vielen Dank an dieser Stelle an euch!

Was war der bewegendste Moment in deinem Freiwilligendienst?

Es gab in der Zeit viele bewegende Momente, die alle auf ihre eigene Art besonders waren. Ich kann daher keinen speziellen Moment nennen, der sich auf eine Person bezieht, da jede_r Bewohner_in und Kolleg_in auf eigene Art und Weise besonders für mich ist. Doch kann ich sagen, dass einer der schönsten Momente rund sechs Monate nach dem Ende meines Dienstes stattgefunden hat. Als ich nach einiger Zeit der Wohngruppe einen Überraschungsbesuch bereitet habe, haben sich alle Menschen dort überaus gefreut mich wiederzusehen. Es war bewegend zu spüren, dass mich niemand vergessen hatte und ich mit offenen Armen in Empfang genommen wurde.

Was gefällt dir an den Seminaren bei uns?

Die Seminare im Elsa Brändström Haus sind sehr angenehm zu besuchen, da sie sich für viele von uns wie eine Pause vom Arbeitsalltag angefühlt haben. Sie bieten eine Bandbreite von unterschiedlichen Unternehmungen, die verschiedene Einblicke verschaffen. Jede Gruppe hat die Möglichkeit, ihre Seminare bis zu einem gewissen Grad mitzugestalten, sodass keine Langeweile aufkommt.

Wieso machst du deinen Freiwilligendienst beim Elsa Brändström Haus?

Zuvor hatte ich noch nichts vom Elsa Brändström Haus gehört. Allerdings hat es mir damals die Stelle angeboten, die mir am meisten zugesagt hat. Aus diesem Grund durfte ich mein FSJ mit der Unterstützung des Elsa Brändström Hauses absolvieren.

Was würdest du zukünftigen Freiwilligen mit auf den Weg geben?

Ich halte es für sehr wichtig einen Freiwilligendienst zu absolvieren, da ich in einen Bereich eintauchen durfte, der mir zuvor sehr unbekannt war. Diese Erfahrung hat meinen Horizont erweitert und den vieler anderer Freiwilliger sicher auch. Auch wenn man nicht im sozialen Bereich tätig werden möchte, kann ein Freiwilligendienst viele Türen öffnen.

„Auch wenn man nicht im sozialen Bereich tätig werden möchte, kann ein Freiwilligendienst viele Türen öffnen.“

Wiebke, 19 Jahre