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Mein freiwilliges soziales Jahr in der Physiotherapie

Warum wolltest du einen Freiwilligendienst machen?

Ich habe mich für den Freiwilligendienst beworben, weil ich ganz einfach Zeit zwischen der Schule und der Ausbildung bzw. dem Studium brauchte. Ich hab mich noch nicht reif dafür gefühlt, sofort in den Beruf einzusteigen und brauchte die Zeit um mich zu orientieren.

Was denkst du, bringt einem ein Freiwilligendienst?

Wenn man einen Job im sozialen Bereich anstrebt, kann man natürlich schon tiefe Eindrücke über den Alltag in einer sozialen Einrichtung (z.B. Krankenhaus oder Kindergarten etc.) gewinnen und herausfinden, ob es der richtige Beruf für die eigene Zukunft sein kann. Darüber hinaus lässt einen dieses Jahr auch menschlich reifen. Durch den ständigen Kontakt mit Kolleg_innen, Patient_innen und anderen Menschen lernt man, offener mit fremden Leuten umzugehen, Konflikte zu lösen oder den manchmal stressigen Arbeitsalltag zu bewältigen. Rundherum also eine perfekte Vorbereitung auf das bevorstehende Berufsleben.

Was hast du in deinem Freiwilligendienst gelernt?

Ich habe vor allem gelernt, offener zu sein. Ich wurde von Tag zu Tag selbstbewusster im Umgang mit anderen Menschen. Ich habe von Natur aus eine eher zurückhaltende Art. Dadurch wurden zu Anfang einfache Dinge wie ein Telefonat zu führen oder Patient_innen bzw. Kolleg_innen anzusprechen zur echten Herausforderung. Durch die tägliche Konfrontation mit diesen Situationen verlor ich zunehmend die Berührungsängste und die Kommunikation fiel mir immer leichter.

Was war der bewegendste Moment in deinem Freiwilligendienst?

Einen speziellen Moment kann ich da spontan nicht nennen. Trotzdem finde ich es toll, wie sehr ich doch in das Team des „Rückenzentrum am Michel“ (meine Einsatzstelle) integriert worden bin und ich mich nicht wie „der kleine FSJler“, sondern wie ein vollständiges Mitglied des Teams fühle. Meine Arbeit wird geschätzt und das gibt mir das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Was gefällt dir an den Seminaren bei uns?

An den Seminaren gefällt mir besonders die Abwechslung. Wir haben schon so viele spannende Aktivitäten gemacht, wie z.B. Kletterpark, Jumphouse, Dialog im Stillen und zum Ende des FSJ-Jahres fahren wir sogar nochmal weg. All diese Dinge sind eine gelungene Abwechslung, da auch selbst die interessanteste Arbeit in der Einsatzstelle mit der Zeit eintönig werden kann.

Wieso machst du deinen Freiwilligendienst beim Elsa Brändström Haus?

Meine Schwester hat bereits ein FSJ beim Elsa Brändström Haus gemacht und nur positiv berichtet. Deshalb war es für mich eine naheliegende Entscheidung und habe sie bis jetzt auch nicht bereut.

Was würdest du zukünftigen Freiwilligen mit auf den Weg geben?

Auch wenn manche sagen, dass das FSJ ein „verlorenes Jahr“ sei oder der soziale Bereich eigentlich nicht so ihr Fall ist, kann ich nur jeden ermutigen, ein FSJ zu machen. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich nicht später in den sozialen Bereich gehen werde. Dennoch hat mich das Jahr persönlich enorm weitergebracht und mal ganz ehrlich: Das soziale Engagement kommt im Lebenslauf auch nicht gerade schlecht an 😉

 

„Meine Arbeit im FSJ wird geschätzt und das gibt mir das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.
Dorian, 19 Jahre